L-Carnitin wird aber auch aus der Nahrung in Form der beiden essentiellen Aminosäuren Methionin und Lysin aufgenommen. Beide Aminosäuren bilden eine gemeinsame Eiweißverbindung, das so genannte L-Carnitin.
L-Carnitin wurde 1905 als ein wichtiger Bestandteil der Muskulatur entdeckt und bekam daher den Namen Carnitin von lat. «Carnis» (Fleisch). 1955 entdeckte man die essenzielle Funktion des L-Carnitin beim Transport der Fettsäuren. In den späten 70er Jahren gelang die industrielle synthetische Herstellung grösserer Mengen L-Carnitin. Seither wird L-Carnitin in der Ernährung von Mensch und Tier eingesetzt.
L-Carnitin spielt eine besondere Rolle im Rahmen des Fettstoffwechsels.
Die Körperzellen selbst verfügen über so genannte Mitochondrien, die man sich - zwecks Verständnisses - als Energiekraftwerke der Zellen vorstellen kann. Damit diese Energiekraftwerke arbeiten, benötigen sie Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind aber in den Mitochondrien nicht enthalten, sondern müssen erst dort hin transportiert werden. Diesen Transport übernimmt das L-Carnitin. L-Carnitin heftet sich an die Fettsäuren an und schleust diese in die Mitochondrien hinein. L-Carnitin ist in gewisser Weise in jeder Körperzelle vorhanden. L-Carnitin ist in der Muskelzelle immer bedarfsgerecht vorhanden, es wird nicht verbraucht, sondern steht immer wieder als “Taxi“ zur Verfügung.
Liegt ein Mangel an L-Carnitin vor, so werden weniger Fettsäuren in die Mitochondrien transportiert, so dass weniger Fett in Energie umgesetzt werden kann.
Da der Körper selbst L–Carnitin synthetisiert und folglich auch für die produzierten Nährstoffe speziell im Rahmen der Fettverbrennung Verwendung findet, geht man dazu aus, dass im Rahmen einer L–Carnitin – Steigerung auch die Fettverbrennung angekurbelt und gesteigert werden kann. Diese Annahme ist allerdings bisher noch nicht belegt worden: Weder eine Leistungssteigerung im Rahmen des Leistungssportes, noch die gesteigerte Körperfettvebrennung konnte nachgewiesen werden.
Allerdings geht der Muskulatur mit dem Abtransport der Fettsäurereste zwangsläufig L-Carnitin verloren. Dieser Verlust von L-Carnitin muss über die körpereigene Synthese oder die Nahrung ausgeglichen werden. Werden dabei die individuell unterschiedlichen Grenzen der Synthesekapazität erreicht, wächst die Bedeutung einer ausreichenden Zufuhr von L-Carnitin mit der Nahrung. Die Supplementierung mit L-Carnitin wird inzwischen von vielen Sportlern mit dem Ziel der Leistungssteigerung eingesetzt. Ein Effekt, zumindest auf die Ausdauerleistungsfähigkeit, konnte in Studien nachgewiesen werden. Er ist jedoch nur dann zu erwarten, wenn im Einzelfall mit einer negativen Bestand von L-Carnitin zu rechnen ist.
Fatburner
Wer wünscht sich nicht hier oder da ein paar Pfunde zu verlieren. Gerade im Sommer wenn die Röcke immer kürzer und die Tops immer knapper werden, will man doch eine gute Figur machen. Doch das Fett, dass sich einmal am Körper fest gesetzt hat, ist gar nicht so einfach wieder weg zu bekommen. Neben Sport, einer gesunden Ernährung gewinnen immer mehr sogenannte Fatburner an Bedeutung. Als Fatburner bezeichnet man Substanzen, denen eine Steigerung der Fettverbrennung nachgesagt wird. Sie sollen eine Verringerung des Körperfettanteils über folgende Mechanismen bewirken:
- Steigerung der Thermogenese
- Steigerung der Fettoxidation
- Dämpfung des Hungergefühl
- Hemmung des Fettaufbau
- Verringerte Nährstoffaufnahme (Fett, KH)





